Die Anatomie von früher und heute

Abbildung aus der 2. Edition des Werks "Margarita Philosophica" von Gregor Reisch, 1504. Hier sind die Organe nicht so angeordnet, wie sie sein sollten. Für mehr Infos einfach mit der Maus über die einzelnen Organe fahren.

 

 

 

Feigenbaum im Kräuterbuch

Früher entstanden reich bebilderte Kräuterbücher, damit auch der "normale" Bürger sich mit einfachen Pflanzen selbst zu heilen wusste. Dabei hat man auch die Giftigkeit der verschiedensten Pflanzen bildhaft dargestellt. Im Beispiel sehen wir ein Bild aus Hieronymus Bocks Kräuterbuch von 1595. Da hat wohl jemand zu viele Feigen gegessen. Fahren Sie mit der Maus auf den Mann um zu sehen, was mit ihm anschliessend passiert.

 

 

 

Monstersuppe

Diese Karikatur von William Heath aus dem Jahr 1828 nennt sich "Monster Soup". Die Frau im Bild bereitete bisher immer ihren Tee mit Wasser aus der Themse zu. Als sie ihn eines Tages unter dem Mikroskop genauer untersuchte, erschrak sie. Weshalb? Einfach mit der Maus auf die graue Fläche gehen, dann sehen Sie den Grund ihres Schreckens.

 

 

 

Vom Cocain zum Novocain

Der Augenarzt Carl Koller setzte ab 1884 Cocain zur Betäubung bei Eingriffen am Auge ein. Es wurde trotz erheblicher Nebenwirkungen und der grossen Suchtgefahr später zum gefragten Narkotikum. Gleichwohl war die Industrie auf der Suche nach einem ungefährlicheren Mittel und fand es schliesslich 1905 mit dem Novocain (Wortspiel aus „neues Cocain“).

 

 

 

Hunt's Remedy

William E. Clarke produzierte von 1872 bis 1881 mit dem "Hunt's Remedy" ein Allheilmittel für die Nieren und die Leber. Er warb mit aufwändigen kolorierten Tauschkarten sowie Briefmarken für sein Produkt und hatte in den USA grossen Erfolg damit. Fahren Sie mit der Maus darüber, um zu sehen was passiert.

 

 

 

Valium

In den USA sind die Tabletten nicht verblistert, sondern werden in Dosen verkauft. Gerade im Krankenhaus kann es zu unerwünschten Verwechslungen kommen, da die Benzodiazepine alle in sehr kleinen Dosierungen verwendet werden und die Tablettengrösse eigentlich immer gleich ist. Für den US-Markt werden deswegen bei Valium spezielle Tablettenstempel entwickelt, die ein "V" in die Tablette stanzen. Eine Verwechslungsgefahr ist in der Krankenhausapotheke damit ausgeschlossen. Dieses Tablettendesign inspirierte bereits zahlreiche Künstler. So erschuf u.a. Damien Hirst übergrosse Valiumtabletten als eine Art Skulpturen. Oder in einem Gemälde von Yarek Waszul erscheint die Valiumtablette im Andy Warhol-Style. Anbei sehen Sie eine 3-dimensional gezeichnete Valiumtablette. Diese lässt sich mit der Maus in alle Richtungen drehen. Das Mausrad ändert die Grösse.

 

Colafrosch

Seit 1938 gibt es in der Schweiz ein Colabonbon namens Colafrosch. Damals bot André Klein aus Münchenstein den Geschmack des bekannten Colagetränks erstmals in Zeltchenform an. Er formte es zu einem Frosch, um möglichst viele Kinder damit anzusprechen. Die Rezeptur ist heute noch gleich wie am Anfang, der Geschmack unverkennbar und einzigartig. Sie können mit dem Schieber die Strukturen des Colafrosches verdeutlichen.

 

 

 

Pille für mehr Busen

Diese Reklame aus dem Jahr 1906 verspricht einiges. Fahren Sie mit der Maus auf den Busen der Frau und erfahren Sie mehr über den Inhalt dieses Wundermittels.

 

 

 

Morphium

Wenn man die unreifen Mohnkapseln anritzt, fliesst Opium in Form eines Milchsaftes aus. Dieser enthält rund 37 Substanzen, darunter u.a. Morphium, Codein oder Thebain. Lange Zeit verabreichte man bei Schmerzen Opium als Ganzes. Der Apotheker Friedrich Wilhelm Sertürner merkte zu Beginn des 19. Jahrhunderts, dass ein Hund nach der Injektion von Opium in einen Schlaf versank. Sertürner machte sich auf die Suche nach diesem schlafmachenden Stoff, der irgendwo im Opiumextrakt sein muss. Schliesslich entdeckte er 1804, als 21-jährige Apothekergehilfe, diese Substanz. Sertürner nannte sie Morphin, nach Morpheus, dem griechischen Gott der Träume. Dieser steckt also im Opium. Doch wie sieht Morpheus aus? Fahren Sie mit der Maus über die Mohnkapsel und Sie sehen ihn.

 

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Kopfverband

Bereits im Mittelalter war es sehr wichtig, dass man die verletzten Soldaten aus den zahlreichen Kriegen schnellstmöglich wieder kriegstauglich machen konnte. Hierfür war nebst der Feldchirurgie auch die präzise Verbandstechnik entscheidend. Anbei sehen Sie einige Kopfverbände, entnommen aus dem Kupferstich von Lorenz Heisters Werk „Chirurgie“, datiert 1763. Fahren Sie mit der Maus über die Köpfe und Sie sehen eine kolorierte Version.

 

 

 

 

Anatomische Präparate

Andreas Vesal gelang es im 16. Jahrhundert als erstem, anatomische Präparate anzufertigen. Doch erst 300 Jahre später wurden neue Verfahren entwickelt, um Knochen und Eingeweide dauerhaft als medizinisches Anschauungsmaterial zu konservieren.

 

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